HELLP-Syndrom
Krankheitsbild mit Blutungsneigung aufgrund einer Thrombozytopenie.
Ursachen*:
Schwangerschaftskomplikation mit der Trias Hämolyse, erhöhte Leberwerte und Thrombozytopenie (HELLP = Hemolysis, Elevated Liver enzymes, Low Platelets).
Ein HELLP-Syndrom tritt in 0,5 – 0,9% aller Schwangerschaften und in 10 -20% aller Fälle von schwerer Präeklampsie auf.
Ursache*: Das Syndrom kann als akute immunologische Reaktion, ausgelöst durch den Feten, betrachtet werden. Alternativ geht das sog. „danger model“ davon aus, dass eine plazentare Schädigung Auslöser einer pathologischen Immunantwort ist. Die Hämolyse ist Folge einer Erythrozytenläsion im Kapillargebiet. Die erniedrigte Thrombozytenzahl entsteht durch Adhärenz aktivierter Thrombozyten am Endothel. Die Pathogenese der Leberbeteiligung ist unklar. Eine Rolle spielen die Fibrinablagerungen im Bereich der Lebersinus mit Abnahme der Leberperfusion und daraus resultierenden Leberzellnekrosen.
Diagnostik*:
Thrombozytopenie: Typisch ist ein Abfall der Thrombozytenzahl unter 100.000/µl, ein Anstieg der Transaminasen (GOT >70 E/l) und ein LDH-Anstieg auf > 600 IE/l.
Therapie-Optionen*:
Entbindung, ggf. mittels Sectio caesarea. Antikoagulation mit niedrig dosiertem Heparin, ggf. Substitution von Antithrombin, ASS in niedriger Dosierung. Plasmapherese bei über 72 Stunden persistierendem HELLP-Syndrom.
Letalität: 1,1 bis 1,2%. Anmerkung: In ca. 8% der Fälle tritt ein akutes Nierenversagen auf.
* Weitere Infos s. Literatur
HELLP-Syndrom
Krankheitsbild mit Blutungsneigung aufgrund einer Thrombozytopenie.
Ursachen*:
Schwangerschaftskomplikation mit der Trias Hämolyse, erhöhte Leberwerte und Thrombozytopenie (HELLP = Hemolysis, Elevated Liver enzymes, Low Platelets).
Ein HELLP-Syndrom tritt in 0,5 – 0,9% aller Schwangerschaften und in 10 -20% aller Fälle von schwerer Präeklampsie auf.
Ursache*: Das Syndrom kann als akute immunologische Reaktion, ausgelöst durch den Feten, betrachtet werden. Alternativ geht das sog. „danger model“ davon aus, dass eine plazentare Schädigung Auslöser einer pathologischen Immunantwort ist. Die Hämolyse ist Folge einer Erythrozytenläsion im Kapillargebiet. Die erniedrigte Thrombozytenzahl entsteht durch Adhärenz aktivierter Thrombozyten am Endothel. Die Pathogenese der Leberbeteiligung ist unklar. Eine Rolle spielen die Fibrinablagerungen im Bereich der Lebersinus mit Abnahme der Leberperfusion und daraus resultierenden Leberzellnekrosen.
Diagnostik*:
Thrombozytopenie: Typisch ist ein Abfall der Thrombozytenzahl unter 100.000/µl, ein Anstieg der Transaminasen (GOT >70 E/l) und ein LDH-Anstieg auf > 600 IE/l.
Therapie-Optionen*:
Entbindung, ggf. mittels Sectio caesarea. Antikoagulation mit niedrig dosiertem Heparin, ggf. Substitution von Antithrombin, ASS in niedriger Dosierung. Plasmapherese bei über 72 Stunden persistierendem HELLP-Syndrom.
Letalität: 1,1 bis 1,2%. Anmerkung: In ca. 8% der Fälle tritt ein akutes Nierenversagen auf.
* Weitere Informationen über Internet-Links zur Literatur.
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