Image

Akute Mesenterial-
Ischämie (AMI)
 
Pfortader-Thrombose
NOMI

 
- hämostaseologische Aspekte -


In den meisten Fällen ist ein Verschluss der Art. mesenterica superior (AMS) ursächlich für eine AMI. Eine AMI macht zwar nur 1% der Patienten mit akutem Abdomen aus, bei den über 70-jährigen sind es jedoch 10%.

Ursache*:
Thromboembolie, z.B. durch Abgang eines Thrombus bei Vorhofflimmern.
Eine komplette
Pfortader-Thrombose (PVT) führt zur venösen Infarzierung von Dünndarmsegmenten unterschiedlichen Ausmaßes.
Die
Nicht-Okklusive Mesenterial-Ischämie (NOMI) ist eine Sonderform der AMI, bei durch reaktive Spasmen die Darmperfusion vermindert ist. Ausgelöst werden kann eine NOMI durch Hypovolämie nach Hämodialyse oder nach kardiochirurgischen Eingriffen durch Minderperfusion des intestinalen Stromgebietes. Begünstigt wird das Auftreten einer NOMI durch eine Herzinsuffizienz (low output) und eine pAVK. In selten Fällen kann eine Digitalis-Überdosierung eine NOMI auslösen.

  Therapie-Optionen*:
  Basistherapie: 5.000 I.E. Heparin als i.v.-Bolus, gefolgt von einem Perfusor mit 20.000 I.E. pro Tag (siehe Calculator für verschiedene Heparin-Perfusor-Konzentrationen).
  NOMI: Therapeutisch können Vasodilatatoren über Katheter in die AMS appliziert werden, z.B. Alprostadil (Prostavasin®), das auch die Thrombozytenaktivität und die sekundäre Hämostase (plasmatische Gerinnung) hemmt. Alprostadil-Dosierung: 20 µg als Bolus, dann Perfusor-gesteuert 60–80 µg pro 24h.
  Pfortaderthrombose: Initial 5.000 I.E. Heparin als i.v.-Bolus, gefolgt von einem Perfusor mit 20.000 I.E. pro Tag (siehe Calculator für verschiedene Heparin-Perfusor-Konzentrationen).

* Weitere Infos s. Literatur


Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel



Akute Mesenterial-Ischämie (AMI)
Pfortader-Thrombose
NOMI

 
- hämostaseologische Aspekte -



In den meisten Fällen ist ein Verschluss der Art. mesenterica superior (AMS) ursächlich für eine AMI. Eine AMI macht zwar nur 1% der Patienten mit akutem Abdomen aus, bei den über 70-jährigen sind es jedoch 10%.




Ursache*:
Thromboembolie, z.B. durch Abgang eines Thrombus bei Vorhofflimmern.
Eine komplette
Pfortader-Thrombose (PVT) führt zur venösen Infarzierung von Dünndarmsegmenten unterschiedlichen Ausmaßes.
Die
Nicht-Okklusive Mesenterial-Ischämie (NOMI) ist eine Sonderform der AMI, bei durch reaktive Spasmen die Darmperfusion vermindert ist.

Ausgelöst werden kann eine NOMI durch
Hypovolämie nach Hämodialyse oder nach kardiochirurgischen Eingriffen durch Minderperfusion des intestinalen Stromgebietes. Begünstigt wird das Auftreten einer NOMI durch eine Herzinsuffizienz (low output) und eine pAVK. In selten Fällen kann eine Digitalis-Überdosierung eine NOMI auslösen.


  Therapie-Optionen*:
  Basistherapie: 5.000 I.E. Heparin als i.v.-Bolus, gefolgt von einem Perfusor mit 20.000 I.E. pro Tag (siehe Calculator für verschiedene Heparin-Perfusor-Konzentrationen).
  NOMI: Therapeutisch können Vasodilatatoren über Katheter in die AMS appliziert werden, z.B. Alprostadil (Prostavasin®), das auch die Thrombozytenaktivität und die sekundäre Hämostase (plasmatische Gerinnung) hemmt. Alprostadil-Dosierung: 20 µg als Bolus, dann Perfusor-gesteuert 60–80 µg pro 24h.
  Pfortaderthrombose: Initial 5.000 I.E. Heparin als i.v.-Bolus, gefolgt von einem Perfusor mit 20.000 I.E. pro Tag (siehe Calculator für verschiedene Heparin-Perfusor-Konzentrationen).


* Weitere Informationen über Internet-Links zur Literatur.

AMI & NOMI

ll_vte_23


Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel

Stacks Image 464
Stacks Image 463

Image

Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel