Image

Hyperhomo-
cysteinämie
 


Krankheitsbild mit Thrombose-Neigung.

Homocystein kann biochemisch zu Methionin oder zu Cystein umgewandelt werden.
Genetisch bedingt kann ein Mangel an den erforderlichen Enzyme bestehen, so dass durch verminderten Abbau eine erhöhte Konzentration an Homocystein besteht (Hyperhomocysteinämie).
Der Metabolit Homocystein-Thiolacton gilt als die zellulär-toxische Substanz, die ursächlich an der Auslösung kardiovaskulärer Erkrankungen beteiligt sein könnte. Die Substanz führt auch zum programmierten Zelltod (Apoptose) von Endothelzellen.
 
Bereits moderate Erhöhungen des Homocystein-Spiegels gelten als Risikofaktor für Schlaganfall, Myokardinfarkt und pAVK.

 Diagnostik*:
Der Normalwert für Homocystein liegt bei 5 – 15 µmol/l.
Die Hyperhomocysteinämie wird in 3 Formen klassifiziert:
Milde (15-30 μmol/L), mittelstarke (31-100μmol/L) oder schwere (>100 μmol/L) Form.
Eine Erhöhung des Plasmaspiegels auf über 18,5 µmol/l kann mit einem 2-fach erhöhten Thromboserisiko einhergehen.
Für die Abklärung der angeborenen Form kann eine molekulargenetische Untersuchung durchgeführt werden.

  Therapie-Optionen*:
Vitamin B6, B12 und Folsäure (ca. 400 µg täglich für Erwachsene).

Anmerkung:
Eine Hyperhomocysteinämie wird im Rahmen des Thrombophilie-Screenings
laborchemisch abgeklärt.

* Weitere Infos s. Literatur


Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel



Hyperhomocysteinämie



Krankheitsbild mit
Thrombose-Neigung.


Homocystein kann biochemisch zu Methionin oder zu Cystein umgewandelt werden.
Genetisch bedingt kann ein Mangel an den erforderlichen Enzyme bestehen, so dass durch verminderten Abbau eine erhöhte Konzentration an Homocystein besteht (
Hyperhomocysteinämie).
Der Metabolit Homocystein-Thiolacton gilt als die zellulär-toxische Substanz, die ursächlich an der Auslösung kardiovaskulärer Erkrankungen beteiligt sein könnte. Die Substanz führt auch zum programmierten Zelltod (Apoptose) von Endothelzellen.
 
Bereits moderate Erhöhungen des Homocystein-Spiegels gelten als Risikofaktor für Schlaganfall, Myokardinfarkt und pAVK.


  Diagnostik*:
Der Normalwert für Homocystein liegt bei 5 – 15 µmol/l.
Die Hyperhomocysteinämie wird in 3 Formen klassifiziert:
Milde (15-30 μmol/L), mittelstarke (31-100μmol/L) oder schwere (>100 μmol/L) Form.
Eine Erhöhung des Plasmaspiegels auf über 18,5 µmol/l kann mit einem 2-fach erhöhten Thromboserisiko einhergehen.
Für die Abklärung der angeborenen Form kann eine molekulargenetische Untersuchung durchgeführt werden.


  Therapie-Optionen*:
Vitamin B6, B12 und Folsäure (ca. 400 µg täglich für Erwachsene).


Anmerkung:
Eine Hyperhomocysteinämie wird im Rahmen des
Thrombophilie-Screenings
laborchemisch abgeklärt.


* Weitere Informationen über Internet-Links zur Literatur.


Thrombophilie: Risiko für Erst- oder Rezidiv-Thrombose

S2k-Leitlinie 2023 - Direct Page-Link S. 106


Thrombophilie: low risk v.s high risk

S2k-Leitlinie 2023 - Direct Page-Link S. 116


Zentrallabor der MHH


Seite 426 ff. MHH-Webseite

Homocystein

ll_vte_23

mhh-labor


Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel

Stacks Image 255
Stacks Image 254

Image