Hypocalcämie
Ionisiertes Calcium
unter 1 mmol/l
Ionisiertes Calcium (Ca2+) ist essentieller Faktor für das effektive Zusammenspiel der Gerinnungsfaktoren: Ca2+ ist an der Aktivierung der Faktoren FIX, FX und Prothrombin beteiligt und wird bei der Fibrinvernetzung durch FXIII benötigt.
Als untere Grenze für einen effizienten Ablauf der Blutgerinnung gilt eine Konzentration an ionisiertem Calcium von 1 mmol/l.
Ursache*: Eine Massivtransfusion kann zu Hypocalcämie führen. Erythrozyten-Konzentrate enthalten Citrat, das ionisiertes Calcium bindet und dem Gerinnungsprozess so vorenthalten kann.
Therapie-Optionen*:
Zufuhr von Calcium in Form von Calcium-Gluconat oder Calcium-Chlorid (letzteres wirksam auch bei Leberfunktionsstörung):
Calcium-Gluconat 10%:
10 ml iv./10 min. (verdünnt in 100 ml Glc 5%-Lsg.).
Calcium-Glukonat ist nicht auf den Leber-Metabolismus angewiesen.
Calcium-Chlorid 5,5%:
10-20 ml iv. /10 min. (verdünnt in 100ml Glc 5%).
Anmerkung zum Labor:
Standard-Gerinnungstests (aPTT, Quick-Wert) erfassen Störungen durch Hypocalcämie nicht, da vor den Messungen im Labor Calcium hinzugegeben wird. Dies ist notwendig, um den Effekt des Citrats im Blutabnahmesystem wieder aufzuheben. Das Citrat im Blutabnahmesystem bindet ionisiertes Calcium und verhindert so den Ablauf der Gerinnung in vitro.
* Weitere Infos s. Literatur
Hypocalcämie
Ionisiertes Calcium unter 1 mmol/l
Verminderter Ablauf der Hämostase.
Ionisiertes Calcium (Ca2+) ist essentieller Faktor für das effektive Zusammenspiel der Gerinnungsfaktoren: Ca2+ ist an der Aktivierung der Faktoren FIX, FX und Prothrombin beteiligt und wird bei der Fibrinvernetzung durch FXIII benötigt.
Als untere Grenze für einen effizienten Ablauf der Blutgerinnung gilt eine Konzentration an ionisiertem Calcium von 1 mmol/l.
Ursache*: Eine Massivtransfusion kann zu Hypocalcämie führen. Erythrozyten-Konzentrate enthalten Citrat, das ionisiertes Calcium bindet und dem Gerinnungsprozess so vorenthalten kann.
Therapie-Optionen*:
Zufuhr von Calcium in Form von Calcium-Gluconat oder Calcium-Chlorid (letzteres wirksam auch bei Leberfunktionsstörung).
Calcium-Gluconat 10%:
10 ml iv./10 min. (verdünnt in 100 ml Glc 5%-Lsg.).
Calcium-Glukonat ist nicht auf den Leber-Metabolismus angewiesen.
Calcium-Chlorid 5,5%:
10-20 ml iv. /10 min. (verdünnt in 100ml Glc 5%).
Anmerkung zum Labor*:
Standard-Gerinnungstests (aPTT, Quick-Wert) erfassen Störungen durch Hypocalcämie nicht, da vor den Messungen im Labor Calcium hinzugegeben wird. Dies ist notwendig, um den Effekt des Citrats im Blutabnahmesystem wieder aufzuheben. Das Citrat im Blutabnahmesystem bindet ionisiertes Calcium und verhindert so den Ablauf der Gerinnung in vitro.
= Info aus Leitlinie
* Weitere Infos in der Literatur
Ca-Mangel