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Leber-Zirrhose 

hämostaseologische Aspekte


Krankheitsbild mit eher geringer Blutungstendenz oder Thromboseneigung.
 
Eine Leberzirrhose hat Veränderungen der primären Hämostase und sekundären Hämostase (plasmatische Gerinnung) zur Folge, was jedoch nicht unbedingt mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergehen muss:
 
Thrombozytopenie durch erhöhte lienale Sequestration und Thrombozyten-Zerstörung.
 
Thrombozytopathie durch eine gestörte Thromboxan-A2-Synthese und eine erworbene Form der Storage-Pool-Disease. Thrombozytopenie und Thrombozytopathie werden funktionell teilweise durch eine verbesserte Adhäsion aufgrund vermehrter Freisetzung des von-Willebrand-Faktors kompensiert.

 Labor*:
Die Interpretation der Tests des Basislabors ist schwierig bzw. irreführend: Pathologische Labortests (aPTT, Quick, Fibrinogen) müssen bei Leberzirrhose nicht Ausdruck einer Blutungsneigung sein, da von der Synthesestörung nicht nur Gerinnungsfaktoren, sondern auch Inhibitoren der Hämostase gleichermaßen betroffen sind.

Anmerkung*:
Bei Leber-Dysfunktion besteht Blutungsneigung durch Mangel an Gerinnungsfaktoren.

* Weitere Infos s. Literatur


Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel




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Leber-Zirrhose 
hämostaseologische Aspekte



Krankheitsbild mit eher geringer Blutungstendenz oder Thromboseneigung.


Eine Leberzirrhose hat Veränderungen der primären Hämostase und sekundären Hämostase (plasmatische Gerinnung) zur Folge, was jedoch nicht unbedingt mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergehen muss:
 
Thrombozytopenie durch erhöhte lienale Sequestration und Thrombozyten-Zerstörung.
 
Thrombozytopathie durch eine gestörte Thromboxan-A2-Synthese und eine erworbene Form der Storage-Pool-Disease. Thrombozytopenie und Thrombozytopathie werden funktionell teilweise durch eine verbesserte Adhäsion aufgrund vermehrter Freisetzung des von-Willebrand-Faktors kompensiert.


  Labor*:
Die Interpretation der Tests des Basislabors ist schwierig bzw. irreführend: Pathologische Labortests (aPTT, Quick, Fibrinogen) müssen bei Leberzirrhose nicht Ausdruck einer Blutungsneigung sein, da von der Synthesestörung nicht nur Gerinnungsfaktoren, sondern auch Inhibitoren der Hämostase gleichermaßen betroffen sind.


Anmerkung*:
Bei
Leber-Dysfunktion besteht Blutungsneigung durch Mangel an Gerinnungsfaktoren.


* Weitere Informationen über Internet-Links zur Literatur.

Leber-Zirrh.

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Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel

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