Kontrazeptiva-
Einnahme
Ovulationshemmer-Einnahme
hämostaseologische Aspekte
Risikofaktor für Thromboembolien.
Die Einnahme oraler Kontrazeptiva gilt als Risikofaktor für das Auftreten einer Thromboembolie, insbesondere, wenn gleichzeitig eine Form der Thrombophilie besteht.
Das Risiko unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva ist bei gesunden Frauen niedrig und wird mit 20-40 Thromboembolie-Ereignissen pro 100.000 Pillen-Jahre beziffert.
Ursache*:
Die Einnahme oraler Kontrazeptiva führt zu einem Anstieg der Aktivität der Gerinnungsfaktoren I (Fibrinogen), VII, VIII und X. Hieraus resultiert eine gesteigerte Fibrin-Bildung. Außerdem sinkt die Aktivität der antikoagulatorischen Faktoren Antithrombin und Protein S (Kofaktor von Protein C). Darüber hinaus kann die Einnahme oraler Kontrazeptiva zu einer erworbenen Form der APC-Resistenz (Form der Thrombophilie) führen.
Da ansererseits auch die Fibrinolyse-Aktivität unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva gesteigert ist, ist das Thromboembolie-Risiko bei gesunden Frauen gering.
Anmerkung:
Das geringste Thromboembolie-Risiko besteht bei Kontrazeptiva, die Levonorgestrel in Kombination mit einer niedrigen Dosis Estrogen enthalten. Insbesondere soll die Dosis an Ethinylestradiol möglichst gering gehalten werden.
Das Risiko, eine Thromboembolie zu erleiden, liegt für die 3. Generation (80er-Jahre) oraler Kontrazeptiva 1,5 bis 2 mal höher als für die der 2. Generation. Das generelle Risiko für das Auftreten eines Thromboembolie-Ereignisses unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva ist 30 mal höher bei gleichzeitig bestehender Faktor V-Mutation vom heterozygoten Typ und sogar 100 mal höher als normal, wenn die homozygote Form der APC-Resistenz vorliegt.
Rote-Hand-Brief vom 23.2.2024 / Zitat: "Die retrospektive Kohortenstudie RIVET-RCS1 kam zu dem
Schluss, dass Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva mit den Wirkstoffen Chlormadinonacetat (CMA) und Ethinylestradiol (EE) einnehmen, ein 1,25-fach erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) haben im Vergleich zu Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva mit den Wirkstoffen Levonorgestrel (LNG) und Ethinylestradiol (EE) einnehmen".
* Weitere Infos s. Literatur
Kontrazeptiva-Einnahme
Ovulationshemmer-Einnahme
- hämostaseologische Aspekte -
Risikofaktor für Thromboembolien.
Die Einnahme oraler Kontrazeptiva gilt als Risikofaktor für das Auftreten einer Thromboembolie, insbesondere, wenn gleichzeitig eine Form der Thrombophilie besteht.
Das Risiko unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva ist bei gesunden Frauen niedrig und wird mit 20-40 Thromboembolie-Ereignissen pro 100.000 Pillen-Jahre beziffert.
Ursache*:
Die Einnahme oraler Kontrazeptiva führt zu einem Anstieg der Aktivität der Gerinnungsfaktoren I (Fibrinogen), VII, VIII und X. Hieraus resultiert eine gesteigerte Fibrin-Bildung. Außerdem sinkt die Aktivität der antikoagulatorischen Faktoren Antithrombin und Protein S (Kofaktor von Protein C). Darüber hinaus kann die Einnahme oraler Kontrazeptiva zu einer erworbenen Form der APC-Resistenz (Form der Thrombophilie) führen.
Da ansererseits auch die Fibrinolyse-Aktivität unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva gesteigert ist, ist das Thromboembolie-Risiko bei gesunden Frauen gering.
Anmerkung:
Das geringste Thromboembolie-Risiko besteht bei Kontrazeptiva, die Levonorgestrel in Kombination mit einer niedrigen Dosis Estrogen enthalten. Insbesondere soll die Dosis an Ethinylestradiol möglichst gering gehalten werden.
Das Risiko, eine Thromboembolie zu erleiden, liegt für die 3. Generation (80er-Jahre) oraler Kontrazeptiva 1,5 bis 2 mal höher als für die der 2. Generation. Das generelle Risiko für das Auftreten eines Thromboembolie-Ereignisses unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva ist 30 mal höher bei gleichzeitig bestehender Faktor V-Mutation vom heterozygoten Typ und sogar 100 mal höher als normal, wenn die homozygote Form der APC-Resistenz vorliegt.
Rote-Hand-Brief vom 23.2.2024 / Zitat: "Die retrospektive Kohortenstudie RIVET-RCS1 kam zu dem Schluss, dass Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva mit den Wirkstoffen Chlormadinonacetat (CMA) und Ethinylestradiol (EE) einnehmen, ein 1,25-fach erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) haben im Vergleich zu Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva mit den Wirkstoffen Levonorgestrel (LNG) und Ethinylestradiol (EE) einnehmen".
* Weitere Informationen über Internet-Links zur Literatur.
Kontrazeptiva
ll_vte_23