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Sepsis 
Septischer Schock
 
hämostaseologische Aspekte


Infektions-bedingtes Krankheitsbild mit generalisierter Entzündung. Initial besteht ein proinflammatorischer und prokoagulatorischer Zustand.
Insbesondere, wenn der Infektionsherd nicht eliminiert werden kann, kann sich eine Verbrauchskoagulopathie (DIC) entwickeln.
Pro-Koagulation und Pro-Inflammation sind pathophysiologisch eng miteinander verbunden (Thrombin fördert beide Prozesse).

Bestandteile von Viren und Bakterien, sog. PAMPs** (Endotoxin, Peptide, Nukleinsäuren etc.) induzieren die Expression von Tissue Factor (TF) auf Monozyten, wodurch die sekundäre Hämostase gestartet wird und so eine DIC ausgelöst werden kann.

Sepsis-Induced Coagulopathy (SIC) beschreibt die typischen Veränderungen der Blutgerinnung bei Vorliegen einer schweren Sepsis.
Im SIC-Score werden INR, Thrombozytenzahl und modifizierter SOFA-Score bewertet.

  Therapie-Optionen*:
Prophylaktische Antikoagulation mit unfraktioniertem Heparin oder niedermolekularem Heparin (NMH).

In klinischen Studien wird der Effekt von
rekombinantem Thrombomodulin geprüft. Thrombomodulin bindet Thrombin und durch die konsekutive Aktivierung von Protein C wird die Prokoagulation gebremst.

** Pathogen-Associated Molecular Patterns

* Weitere Infos s. Literatur


Bildnachweis im IMPRESSUM (unten)
© 2026 Dr. med. Claus Steuernagel




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Septischer Schock
 
hämostaseologische Aspekte



Infektions-bedingtes Krankheitsbild mit generalisierter Entzündung. Initial besteht ein proinflammatorischer und prokoagulatorischer Zustand.
Insbesondere, wenn der Infektionsherd nicht eliminiert werden kann, kann sich eine Verbrauchskoagulopathie (
DIC) entwickeln.
Pro-Koagulation und Pro-Inflammation sind pathophysiologisch eng miteinander verbunden (Thrombin fördert beide Prozesse).


Bestandteile von Viren und Bakterien, sog. PAMPs** (Endotoxin, Peptide, Nukleinsäuren etc.) induzieren die Expression von Tissue Factor (TF) auf Monozyten, Wodurch die sekundäre Hämostase gestartet wird und so eine DIC ausgelöst werden kann.


Sepsis-Induced Coagulopathy (SIC) beschreibt die typischen Veränderungen der Blutgerinnung bei Vorliegen einer schweren Sepsis.
Im
SIC-Score werden INR, Thrombozytenzahl und modifizierter SOFA-Score bewertet.


  Therapie-Optionen*:
Prophylaktische Antikoagulation mit unfraktioniertem Heparin oder niedermolekularem Heparin (NMH).
 
In klinischen Studien wird der Effekt von rekombinantem Thrombomodulin geprüft. Thrombomodulin bindet Thrombin und durch die konsekutive Aktivierung von Protein C wird die Prokoagulation gebremst.


** Pathogen-Associated Molecular Patterns
* Weitere Informationen über Internet-Links zur Literatur.

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